Mediation und Konfliktmanagement in Hamburger Unternehmen und Organisationen
Ausgangslage
Mit dem Mediationsgesetz von 2012 und ab September 2017 geltenden Aus- und Fortbildungsverordnung für zertifizierte Mediatoren ist Mediation und Konfliktmanagement in der Gesellschaft angekommen.
Viele Menschen kennen inzwischen den Begriff Mediation und die Wirksamkeit dieser Methode. Auch die Erkenntnis, dass Mediation und Konfliktmanagement einen beachtlichen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit von Unternehmen und Organisationen leisten kann, findet zunehmend Anklang – die Umsetzung dieser Erkenntnis in der Praxis erweist sich dagegen bisher als schwergängiger. Wesentliche Nutzeneffekte sind zu erzielen durch:
Reduzieren von Konfliktkosten
Reduzieren des Risikopotenzials
Verbessertes Arbeitsklima
Werteorientierte Unternehmensführung
Warum wir uns mit dem Thema beschäftigen
Mediation und Konfliktmanagement sind bisher nur in wenigen Hamburger Unternehmen und Organisationen als institutionalisiertes Angebot etabliert. Zwei hierfür wesentliche Gründe sind, dass Konfliktkosten in den Unternehmen sehr häufig unterschätzt werden und eine Scheu besteht, sich offen und offensiv dem Thema Konfliktbearbeitung zuzuwenden.
In vielen Hamburger Unternehmen und Organisationen arbeiten ausgebildete MediatorInnen, sie sind jedoch zumeist in anderen Funktionen tätig. Diese MediatorInnen werden zunehmend gern als Ressource zur Konfliktklärung genutzt, wenn Konflikte zu eskalieren drohen, häufig jedoch inoffiziell.
Wofür wir uns einsetzen
Mit unserem Engagement möchten wir erreichen, dass der Beitrag, den Mediation und Konfliktmanagement für die Wirtschaftlichkeit, das gesunde Arbeitsklima und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Organisationen in Hamburg leisten kann, bekannter wird und dass diese Instrumente intensiver genutzt werden.
Ziele, für die wir uns einsetzen sind:
Die vorhandenen Kompetenzen für die Unternehmen nutzbar machen und für die Beschäftigten wirksam werden zu lassen.
Vorstände, Geschäftsführer, Personalverantwortliche und Arbeitnehmervertretungen für die institutionalisierte Einführung von Mediation und Konfliktmanagement gewinnen.
Multiplikatoren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesundheit und Ethik für unser Anliegen gewinnen.
Unternehmen und Organisationen, die über ein institutionalisiertes Konfliktmanagement verfügen und solche, die sich mit der Einführung beschäftigen, ermutigen und unterstützen, dies nach außen zu kommunizieren.
Wer wir sind
Initiiert vom Leitungsteam der BM-Regionalgruppe Hamburg haben sich erfahrene MediatorInnen und VertreterInnen Hamburger Unternehmen und Organisationen zusammengefunden, um das Thema voran zu bringen. Aufgrund inhaltlicher Überschneidungen mit den Zielsetzungen des Round Table Konfliktmanagement und Mediation der Hamburger Wirtschaft führt die Initiative aktuell Fusionsgespräche mit den BetreiberInnen des Round Table. Die gemeinsamen Anliegen sollen mit der gebündelten Kraft noch besser voran gebracht werden.
AnsprechpartnerInnen:
Ute Flügge
Michael Gehrke-Frank